Hunde sind unsere Leidenschaft

Hund ist nicht gleich Hund, es gibt unendlich viele verschiedene Rassen und Kreuzungen, aber alle sind sie etwas Besonderes. Jeder, der an die Anschaffung eines Haustieres und insbesondere eines Hundes denkt, sollte vorab entsprechende Literatur lesen.

Unsere Berufung sind Hunde. Wir verbringen einen Großteil unserer Freizeit mit ihnen. Dabei beschränkt sich das Interesse meistens nicht auf eine bestimmte Rasse, sondern auf die Spezies Hund im Allgemeinen. Dass Hunde heutzutage vollwertige Familienmitglieder und nicht nur ein Hobby sind, wird daran deutlich, wieviel Zeit wir dem Thema widmen.

Dass Hunde nicht nur Hobby sind, wird daran deutlich, mit wieviel Hingabe und Begeisterung wir uns dem Thema widmen. Das geht weit über das Lesen von Büchern hinaus. Viele Hundebesitzer gehen regelmäßig zu Treffen mit anderen Hundehaltern und verbringen jede freie Minute mit den Tieren.

Wie wichtig da die regelmäßige Fellpflege ist wird einem klar wenn man wirklich mit einem Hund zusammen lebt und nicht selten Couch und Bett mit ihm teilt.

Immer wieder liest man und hört man das Hunde höchstens 2x im Jahr gebadet werden sollen.

Aber das ist eine Aussage von FRÜHER !

Ha ja....früher, da hatte wir auch Hof- und Zwingerhunde. Die lebten überwiegend draußen und es war egal ob sie gestunken oder schmutzige Pfoten hatten. Es gab auch keine Hundeshampoos.
Heute leben die Hunde mit im Haus als Familienmitglieder und schlafen nicht selten mit im Bett oder zumindest auf der Couch. Da ist doch ein gewissen Maß an Hygiene notwendig.

Und früher.....ja, wie war das denn......Ich gehöre ja schon zu dem älteren Semester, da wurde auch nur Samstags gebadet und die Mutter ging 1x im Monat zum Frisör...da wurden dann Haare gewaschen....und bei der Oma ist man noch über den Hof aufs Klo.......ja, früher......das waren noch Zeiten......

Es gab aber auch nicht so viel Umweltverschmutzungen wie Feinstaub, Abgase und Reifenabrieb der sich im Fell eines Hundes fest setzt und von dort durch Schlecken aufgenommen wird und in den Körper gelangt ☠

Also baden Sie ihren Hund je nach Geruch oder verschmutzung ruhig alle 2 - 6 Wochen. So ist er auch viel leichter zu bürsten und hat immer eine gesunde Haut und glänzendes Fell. Vorrausgesetzt Sie verwenden ein hochwertiges Salonshampoo und auch die Ernährung stimmt.

Sie sind auf den Hund gekommen!

Insgesamt sind von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) derzeit 340 Rassen anerkannt, diese werden in zehn unterschiedliche Gruppen unterteilt. Die FCI ist der größte Dachverband für die wissenschaftliche Lehre von Hunden. Sie legt in ihrem Statut fest, die Zucht und Verwendung von Rassehunden, sowie die Kynologie und das Wohlergehen der Hunde weltweit zu fördern.

Hunde senden unterschiedliche Signale, die man als Hundebesitzer auf jeden Fall kennen sollte. So gibt es zum Beispiel so genannte „Calming Signals“, die der Hund einsetzt, um Artgenossen und Menschen zu signalisieren, dass er nichts Böses im Sinn hat. Sie können aber auch bedeuten, dass der Hund sich unterwirft oder im Stress ist.

Hundehaltern liegt viel an der Gesundheit ihres Tieres. Gegen manche Krankheiten ist man jedoch vollkommen machtlos. So kommt es durch Überzüchtung zum Beispiel zu Knochenproblemen, die Hunde haben dann vor allem Probleme mit ihren Hüften und dem Rücken. Und auch die Erblindung im Alter lässt sich von uns nicht beeinflussen.

Gute Pflege fängt bei der Ernährung an

Es gibt einige angebliche Vorteile, die von Hundehaltern, Herstellern und sogar Tierärzten angebracht werden, um die Produktion und den Kauf von Trockenfutter zu rechtfertigen und zu fördern:

  • Mein Hund mag sein Trockenfutter sehr gerne
  • Trockenfutter macht satt
  • Trockenfutter sorgt für gute Zähne
  • Trockenfutter ist günstig in der Anschaffung
  • Trockenfutter ist lange haltbar, einfach in der Lagerung
  • Mein Hund trinkt genug zu seinem Trockenfutter
  • In Trockenfutter ist alles drin was mein Hund braucht
  • Viele Hunde werden trotz Trockenfutter alt

 

Dabei handelt es sich jedoch ausnahmslos um Fehlannahmen, die mit wenigen Argumenten bereits revidiert werden können:

 

  • Mein Hund mag sein Trockenfutter sehr gerne

Unsere Kinder mögen auch am liebsten Pizza, Burger, Spagetti, Pommes und Gummibärchen. Das schmeckt auch alles ganz lecker, nur ist es eben nicht wirklich gesund und keine verantwortungsbewusste Mutter würde ihrem Kind ausschließlich solche Lebensmittel geben. Trockenfutter ist nichts anderes wie Fast Food für Hunde. Vor allem wenn man seinem Hund schon viele Jahre Trockenfutter gefüttert hat, ist der Übergang zu frischer Kost  meist sehr schwer – insbesondere die sensorischen Lockstoffe, die in hochwertigem Frischfutter nicht vorhanden sind, machen den Vierbeiner förmlich abhängig und sorgen dafür, dass er sich nicht mehr für anderes Futter interessiert.

Dies hat jedoch nichts damit zu tun, dass der Hund das Futter schätzt – er ist lediglich darauf konditioniert. 

Stellt man einem drei Wochen altem Welpen eine Schale Trockenfutter und eine Schale frisches, rohes Fleisch hin wird er rein instinktiv das Fleisch vorziehen weil es vom Geruch und der Konsistenz her seinem natürlichem Fressverhalten am nächsten kommt.

 

  • Trockenfutter macht satt

Die Theorie besagt nicht nur, dass Trockenfutter deutlich besser sättigt als Nassfutter oder Rohfleisch, sondern vor allem, dass durch das längere Kauvergnügen auf den harten Briketts ein schnelleres Gefühl der Sättigung eintritt, was vor allem bei übergewichtigen Hunden von Vorteil sein soll. Auch die für den Hundekörper schwere Verdauung von Getreide und Kohlenhydraten wird hier angeführt, um ein längeres Gefühl der Völle zu bestätigen.

Und natürlich stimmt das auch – Trockenfutter füllt den Magen. Aber gleichzeitig sollte man betrachten, mit was es den Magen füllt, nämlich mit zahlreichen Nährstoffen, die für den Körper eines Karnivoren absolut nicht hilfreich sind und zu großen Teilen nicht einmal verwertet werden können. Dementsprechend stimmt auch das Argument, Trockenfutter würde sättigen, nur sehr begrenzt – denn schließlich wird der Hunger im Organ selbst zwar beseitigt, der Körper jedoch zahlreichen Mangelerscheinungen ausgesetzt. Das ist nun wirklich nicht das, was man unter „satt“ verstehen sollte.

 

  • Trockenfutter sorgt für gute Zähne

Händler, als auch Tierärzte behaupten immer wieder, die harten Briketts hätten eine abreibende Wirkung am Zahn. Sieht man sich jedoch den Aufbau des Gebisses von einem Hund an und führt sich die Tatsache vor Augen, dass mit den Zähnen selbst härteste Knochen gebrochen und gekaut werden können, erscheint gepresstes Trockenfutter im Vergleich eher wie ein luftiger Keks.

Dementsprechend gering ist auch die Abriebwirkung von Trockenfutter. Hinzu kommt, dass sich der gepresste pappige Brei in den Zahnzwischenräumen anheftet. Durch den enthaltenen Zucker in Form von Kohlehydraten und Getreide entsteht der ideale Lebensraum für Bakterien, die wiederrum für ausgesprochen unangenehme Gerüche (Mundgeruch), Entzündungen am Zahnfleisch sowie der Bildung von Taschen und Zahnstein sorgen.

Dies lässt sich auch in einem einfachen Selbstversuch testen, in dem man auf einen harten Keks beißt und anschließend die Reinigungswirkung auf dem Zahn betrachtet – Zähneputzen ersetzt man so jedenfalls nicht. Wer beim Hund also auf eine gute Zahnpflege achtet, sollte diesem stattdessen lieber frische Knochen anbieten, denn die davon ausgehende Abriebwirkung hat tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Zahngesundheit.

Der pH-Wert des Speichels wird nachhaltig von dem Einfluss von Trockenfutter verändert. Da die trockene Nahrung im Magen jegliche Flüssigkeit aufsaugt, entsteht eine Magensäure die nicht dem für Hundemägen üblichem PH-Wert entspricht. Diese wiederrum nimmt maßgeblichen Einfluss auf die Bildung von Speichel, sodass auch dieser über einen zu niedrigen ph-Wert verfügt und nicht nur die Zähne langfristig schädigt, sondern auch zur Bildung von Zahnstein beiträgt.

So führt eine Ernährung mit Trockenfutter zwangsläufig zu schweren Zahnschäden, die sowohl die Zähne selbst, als auch das Zahnfleisch betreffen. Da Kohlenhydrate und Getreide im Körper zu Zucker umgewandelt werden, sorgen bei der Fütterung von Trockenfutter sogar zwei Aspekte für die Entstehung von Zahnstein und einem ungünstigen pH-Wert im oralen Bereich.

 

 

  • Trockenfutter ist günstig in der Anschaffung

Natürlich ist Trockenfutter weitaus günstiger als Nassfutter oder die Fütterung von Rohfleisch. Primär hängt dies mit den deutlich billigeren Inhaltsstoffen zusammen, die während der Produktion zum Einsatz kommen. Bedenkt man jedoch den Mangel an verdaulichen Inhaltsstoffen und die damit einhergehenden Mangelerscheinungen und Folgeerkrankungen, ist Trockenfutter auf Dauer deutlich teurer als Nassfutter oder Rohfleisch es ist – Tierarztkosten müssen einkalkuliert werden, aber auch die Menge des benötigten Futters.

Außerdem muss der Hund deutlich größere Mengen verspeisen, um mit minderwertiger Nahrung satt zu werden – bei Trockenfutter wird dies nur durch die aufquellende Wirkung des Getreides verhindert. Wirklich satt ist das Tier jedoch nicht, lediglich die Organe sind gefüllt.

 

  • Trockenfutter ist lange haltbar, einfach in der Lagerung

Die lange Haltbarkeit und einfache Lagerung von Trockenfutter ist natürlich tatsächlich ein Vorteil, dem man nur schwer widersprechen kann. Dennoch sollte man sich natürlich die Frage stellen, ob der Vorteil groß genug ist, um die zahlreichen Nachteile ignorieren zu können – denn was bringt eine lange Haltbarkeit, wenn der Inhalt ohnehin nicht allzu hochwertig ist?

Getreide und auch der Staub jeglicher Getreidesorten ist immer mit Milben belastet – das ist absolut unausweichlich. Diese Milben gelten als Hauptauslöser für Allergien bei Menschen, aber auch bei unseren Haustieren kann es durch den Einfluss von Getreidemilben zu Futtermittelallergien kommen. Selbst das besonders von Tierärzten umworbene Sensitiv-Futter, das besonders auf die Bedürfnisse von allergischen Tieren abgestimmt ist, ist mit Getreide versetzt, das Milben enthält. So entsteht ein unangenehmer Teufelskreis, der die Allergien unserer Tiere stetig fördert und die Symptome verstärkt.

Die in dem Trockenfutter enthaltenen Milben könnten, sofern der Sack oder Beutel mit Trockenfutter in der Nähe von Lebensmitteln gelagert wird, auf die menschlichen Lebensmittel übergreifen und auch diese befallen.

Außerdem bietet die Zusammensetzung von Trockenfutter auch Schimmelpilzen idealen Lebensraum, sodass dieser gedeihen und wachsen kann, ohne uns ins Auge zu fallen. Genau da liegt auch die Tücke, denn ein Befall mit Schimmelpilzen an Trockenfutter ist meist erst dann ersichtlich, wenn es bereits deutlich zu spät ist. Vor allem weil ein offener Sack Trockenfutter dank der zahlreichen Konservierungsstoffe und der Erhitzung noch sehr lange gelagert werden kann, haben viele Schimmelpilzarten freie Bahn um sich zu verbreiten.

Besonders betroffen sind feuchte Trockenfuttersorten, die für die Ernährung der Tiere natürlich theoretisch von Vorteil wären – wäre hier nicht das immense Schimmelrisiko. Da die Schimmelpilze ebenfalls im Verdacht stehen, zahlreiche Allergien, Unverträglichkeiten und sogar Hautausschläge zu verursachen, besteht auch hier ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko.

Von den Auswirkungen der chemischen Konservierungsstoffe auf den Hunde Körper wollen wir nicht erst anfangen.

 

  • Mein Hund trinkt genug zu seinem Trockenfutter

Dabei handelt es sich um den vermutlich größten Irrglauben im Bereich des Trockenfutters. Die Faustregel besagt, dass der Hund für die Aufnahme von nur 100 g Trockenfutter ca. 800 ml Wasser trinken muss. Dementsprechend müsste ein 10 kg schwerer Hund ca. 2 Liter Wasser am Tag trinken, um auf die benötigte Menge zu kommen – was natürlich völlig utopisch ist. Dementsprechend ist der Körper des Tieres permanent einer Unterversorgung mit Wasser ausgesetzt. Die Folge davon sind Dehydrierung und Niereninsuffizienz aber auch Blasensteine und Entzündungen im Körper sowie auch eine schleichende Vergiftung mit den unbrauchbaren Inhaltsstoffen des Futters.

 

  • In Trockenfutter ist alles drin was mein Hund braucht

Wenn man die Ethologie von Hunden betrachtet, stellt man schnell fest, dass es sich um beinahe vollständige Fleischfresser handelt. Im direkten Widerspruch dazu steht jedoch unsere heutige Art unsere Hunde zu füttern – denn Trockenfutter besteht in den meisten Fällen aus mindestens 60 % Kohlenhydraten, einer ausgesprochen geringen Feuchtigkeit und nur minimalen Mengen Protein, welches zudem meist nur eine absolut minderwertige Qualität aufweist.

Der größte Teil der im Trockenfutter vorkommenden Proteine stammt zudem aus rein pflanzlichen Quellen. Eine solche Ernährung, die an das tägliche Grasen einer Kuh auf einer Weide erinnert, macht weder ernährungsphysiologisch, noch physisch oder biologisch in Anbetracht der üblichen Ernährungsweisen von Hunden irgendeinen Sinn. Und dennoch greifen wir immer wieder zu Trockenfutter – doch wieso?

Neben unverwertbarem Getreide und dessen Abfallstoffe enthält Trockenfutter einen viel zu geringen Anteil Fleisch aber auch tierische Nebenerzeugnisse. Aber was sind tierische Nebenerzeugnisse?  Dahinter können sich Federn, Fell, Krallen, Schnäbel, Hufe, Kadaver, Därme mit Inhalt etc. verbergen.

Steht auf der Packung Geflügelmehl kann es sich um gemahlene Federn, Krallen und Schnäbel handeln. Ist jedoch Geflügelfleischmehl angegeben handelt es sich wirklich um zerkleinertes Geflügelfleisch.

Oft findet man noch eine besondere Überraschung im Trockenfutter: Zucker! Dieser schädigt nachweislich den Organismus des Tieres und verursacht Zahn- und manchmal auch Bauspeicheldrüsenprobleme. Zudem fördert er die überproportionale Vermehrung von Pilzen im Darm, was dazu führt, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht kommt, der Organismus belastet wird und außerdem fortan ein Großteil des zugeführten Futters der Ernährung der Pilze zugutekommt, und nicht Ihrem Hund und Ihrer Katze. Übrigens: Ob Zucker, Rübenschnitzel (auch hydrolisierte) oder Karamell auf der Zutatenliste steht, ist unwichtig. Karamell ist nämlich auch ein Zuckerderivat und hat dieselben Gesundheitsschäden zur Folge!

 

  • Viele Hunde werden trotz Trockenfutter alt

Natürlich ist Trockenfutter kein Todschlags-Kriterium. Viele Tiere können auch trotz des Fütterns von Trockenfutter sehr alt werden. Aber wer weiß – vielleicht wären sie mit BARF noch deutlich älter geworden? Wie bei uns Menschen das Rauchen oder der Verzehr von Junkfood nicht zwangsläufig zu einem raschen Tod führt, so gilt dies ebenso für Trockenfutter bei Hunden. Doch möchte man das Risiko wirklich eingehen, wenn selbst Studien belegen, dass gesund ernährte Hunde durchschnittlich drei Jahre älter werden?

 

Was sind die möglichen Folgen bei der Fütterung mit Trockenfutter?

Durch die Fütterung von Trockenfutter entstehen zahlreiche chronisch degenerative Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Unverträglichkeiten, Ohren- und Hautentzündungen, Nierenschäden,  Probleme mit der Pankreas und der Leber. Die Krebsraten steigen nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Haustieren signifikant an, selbst Erbanlagen werden nachhaltig durch eine falsche Ernährungsform verändert. So entsteht ein langfristiges Problem, dessen Folgen wir bisher noch nicht einmal richtig abschätzen können. Wenn man sein Haustier liebt und schätzt, sollte man sich also ernsthafte Gedanken über eine artgerechte Ernährung machen. Spätestens dann wenn das allererste Anzeichen einer der o. g. Krankheiten bei Ihrem Haustier auftaucht.

Tiere nicht artgerecht zu ernähren und sogar widernatürlich, wie einen Pflanzenfresser mit Tiermehl, brachte vor geraumer Zeit das Ergebnis das Rinder BSE (Bovine spongiforme Enzephalopathie – zu Deutsch: „bei Rindern auftretende schwammartige Rückbildung von Gehirnsubstanz“ oder umgangssprachlich auch Rinderwahn) bekamen.

 

Studien geben der These Recht

Natürlich ist es einfach, derartige Theorien in den Raum zu stellen, ohne Beweise dafür vorzubringen – auch wenn die Theorie an sich schon logisch erscheint. Doch auch Forscher begannen vor einigen Jahren, sich für das Thema zu interessieren. So startete in Stockholm, Schweden, unter der Führung von Dr. Kollath eine Studie, die die fatalen Folgen von Trockenfutter beweisen sollte. So wurde Jungtieren, die unter Labor-Bedingungen aufwuchsen und sich somit ideal zum Erstellen einer Studie eigneten, schon nach den ersten Monaten ausschließlich mit gekochter und verarbeiteter Nahrung gefüttert.

Zunächst erschienen sie gesund und wohlauf, aber mit der Reife entstanden schnell degenerative Krankheitssymptome und die Alterung setzte verfrüht ein. Parallel dazu gab es natürlich auch Studientiere die ausschließlich mit rohem Fleisch, Organen und weiteren tierischen Bestandteilen ernährt wurden – hier zeigte sich keine verfrühte Alterung und auch die degenerativen Krankheitssymptome traten nicht auf.

In Belgien wurde eine ähnliche Studie durchgeführt, bei der mehr als 500 Haushunde über einen Zeitraum von fünf Jahren (1998-2002) begleitet und untersucht wurden. So konnten die Autoren, Lippert und Sapy, statistisch nachweisen, dass Hund die mit einer hausgemachten Fleisch-Diät aus hochwertigen Lebensmitteln, die auch Menschen verzehren könnten, deutlich gesünder sind als Hunde, die mit industriell hergestellter Tiernahrung aus dem Handel ernährt wurden. Ferner stellten sie fest, dass die Lebenserwartung der Hunde, die hochwertige Nahrung erhielten, etwa 32 Monate höher war als die der industriell ernährten Tiere – das sind immerhin beinahe drei Jahre!

 

Was Hunde ursprünglichen aßen

[Wolf frisst rohes Fleisch] Auch wenn die Herkunft unserer Haushunde noch immer umstritten ist und wird nicht zweifelsfrei nachweisen können, dass der Hund vom Wolf abstammt, so handelt es sich dabei doch um die derzeit bekannteste Theorie, der auch am meisten Wahrheitsgehalt nachgesagt wird. Tatsächlich geht man von einer genetischen Spaltung vor etwa 15.000 Jahren aus, rechnet aber dennoch mit ursprünglich identischen Vorfahren. Aber selbst, wenn man das Argument des im Wald lebenden Fleischfressers außen vor lässt, kann man klar sagen: Zubereitetes Essen stand nie auf dem Speiseplan des Hundes.

Auch wenn der Mensch schon vor vielen Jahrhunderten Hunde gehalten und domestiziert hat, so ist er doch ursprünglich ein wildlebender Jäger, der sich ausschließlich von frischem Fleisch und fermentiertem Aas ernährt. Erst in den letzten 80 Jahren konnten sich gekochte und verarbeitete Lebensmittel in den Alltag unserer Hunde integrieren – mit dem Beginn der industriellen Revolution folgte auch die Gehirnwäsche der Hundebesitzer durch gezielte Werbung.

 

Gebiss und Darm zeigen: der Hund ist kein Allesfresser

Dies zeigt sich nicht nur aus evolutionärer Sicht, auch das Gebiss des Hundes gibt klaren Aufschluss darüber, welche Ernährungsweise für den Hund vorgesehen war. So entsprechen die Zähne, der Darm und die gesamte Verdauungsphysiologie des Vierbeiners ganz klar dem eines Fleischfressers, wie man es auch von vielen anderen Tierarten kennt. Der ausklappbare, beeindruckend kräftige Kiefer und die eck- und dreieckförmigen Zähne eignen sich hervorragend um Fleisch aus dem Beutetier zu reißen, Knorpel zu zermahlen und sogar Knochen zu zerkleinern.

[Röntgenaufnahme eines Hund Gebisses] Gleichzeitig fehlen Molare vollständig, die Zähne die von Pflanzenfressern benötigt werden, um Pflanzenmaterial im Maul kleinzumahlen und somit auf eine Verarbeitung im Magen vorzubereiten. Auch im Magen selbst kann man deutlich erkennen, dass es sich beim Hund um einen Fleischfresser handelt: So mangelt es ihm an einem für Pflanzenfresser typischen Vierkammer-Magen, der für eine langsame Verdauung und Gärung von komplexen Kohlenhydraten (= für die Stärke, die aus Pflanzen und Getreide gewonnen wird) zuständig ist. Stattdessen verfügen unsere Hunde über einen großen Magen, der an einen sehr kurzen Verdauungstrakt und Blinddarm anschließt.

Daraus ergibt sich, dass der Hund große Mengen an proteinreichen Lebensmitteln verzehren muss, die wiederrum in kurzer Zeit verdaut werden und eine möglichst schnelle Absorption von Nährstoffen gewährleisten, damit der Hund stets mit ausreichend Energie versorgt werden kann. Das sorgt dafür, dass der Hund in der freien Wildnis ohne Probleme mehrere Tage ohne Futter auskommen kann – es steht eben nicht immer Beute zur Verfügung. Gleichzeitig würde er jedoch auch in der größten Hungersnot nicht auf die Idee kommen, das Feld eines Bauern zu besuchen und dessen Getreide zu stehlen.

Zähne und Gebiss auf Fleischnahrung, Knochen und Knorpel ausgelegt
Fehlender Magen-Darm Trakt zur Aufspaltung von komplexen Kohlenhydraten

Zum Vergleich die Darmlänge: Ein Ziege hat einen etwa 20-40 Meter langen Darm zum aufspalten der komplexen Kohlenhydrate. Der Hund hat einen nur ca. 2-7 Meter langen Darm. Er braucht als Fleischfresser leicht verdauliche tierische Proteine, nicht pflanzliche Proteine und Kohlenhydrate.

 

 

Die Vorteile der Frisch Fütterung:

Für artgerechtes frisches Futter haben Sie nicht mehr Kosten als für Fertigfutter - IM GEGENTEIL!

Es erscheint auf den ersten Blick teurer. Aber da Sie nur weniger als die Hälfte brauchen, wirkt es sich finanziell eher positiv aus. Nein, es kommt Sie sogar günstiger, denn Sie sparen auch noch „am anderen Ende“. Weil alle Inhaltsstoffe voll verdaulich sind, haben Sie viel weniger Kot. Durch die Hochwertigkeit der Inhaltsstoffe haben sie keine Nieren und Leber belastenden pflanzlichen Abfallprodukte. Außerdem läuft Ihr Hund weniger Gefahr, an Erkrankungen der Harnwege zu erkranken, weil weniger Flüssigkeit mit dem Kot über den Darm und somit mehr Flüssigkeit durch die Harnröhre ausgeschieden wird, die dabei „gespült“ wird und somit der Bildung von Harnsteinen vorgebeugt werden kann.

Eine Umstellung auf frische Nahrung lohnt sich immer, und Ihr Hund und Ihre Katze werden es Ihnen mit einem langen, gesunden Leben danken!

Die Einsparungen beim Tierarzt sind beträchtlich.

Es ist auch alles gar nicht so kompliziert und man muss auch keine Wissenschaft aus der Ernährung von Carnivoren (Beutegreifern) machen.

 

Hier mal ein paar kleine Grundinfos zur artgerechten Fütterung:

 

Was ist Barfen?

Der Begriff BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) steht neudeutsch für die Fütterung unserer Hunde mit frischem und rohem Futter. Es genügt jedoch nicht, seinem Tier ausschließlich rohes Fleisch in den Napf zu geben. Vielmehr ist es wichtig, auf die grundlegenden Nahrungsbedürfnisse des Hundes und der Katze unter Beachtung ihrer individuellen Lebensumstände einzugehen. Hunde und Katzen werden also ihrer Abstammung entsprechend in der Hauptsache mit rohen Futtermitteln tierischer Herkunft (Fleisch, Fisch, Innereien und teilweise Knochen) ernährt. Diese kann man ergänzen durch einen geringen Anteil ebenfalls roher pflanzlicher Futtermittel (püriertes Obst+ Gemüse)

 

 

Vorteile der Rohfütterung

Diese Art der Fütterung ist besonders gut für Hunde mit z. B. Allergischen Problemen und Übergewicht geeignet. Eine deutliche Verbesserung wurde bei Hunden mit unheilbarem Cushing Syndrom und Ichthyose festgestellt. Bei Katzen mit bereits bestehenden Harnwegs- und Nierenerkrankungen wird oftmals eine Besserung und sogar Heilung beobachtet.

Aber warum erst anfangen gesund zu füttern wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist?

 

Ist Barfen kompliziert?

Klare Antwort: NEIN!
Es werden weder teure Anschaffungen fällig, noch müssen Sie jede einzelne Ration bis ins Kleinste planen, berechnen und abwiegen. Sie müssen nur die wichtigsten Grundlagen der Ernährung des Hundes kennen, einige Grundsätze der Rohfütterung beachten und vor allem abwechslungsreich füttern. Im Grunde genommen versuchen wir einfach ein Beutetier aus einzelnen Segmenten wieder zusammen zu bauen.

 

Abwechslung

Durch viel Abwechslung im Speiseplan wird die Gefahr einer längerfristigen Unter- oder Überversorgung mit einem oder mehreren Nährstoffen minimiert. Eine abwechslungsreiche Fütterung beschränkt sich natürlich nicht nur auf die tierischen Komponenten einer Ration. Sie sollten diese Abwechslung ebenso bei den pflanzlichen Anteilen (beim Hund) anbieten. Schwer ist das nicht, denn neben dem saisonalen Angebot an frischem Obst und Gemüse finden Sie von versch. Anbietern auch tiefgekühltes oder gefriergetrocknetes Obst beziehungsweise luftgetrocknetes Gemüse in einfach zu dosierenden Abpackungen an.

 

Bestandteile einer vollwertigen Ernährung für den Hund

Um die ursprüngliche Ernährung von Hunden und ihren Vorfahren, den Wölfen, nachzuahmen, orientieren wir uns an den Beutetieren und deren „Zusammensetzung“. Sie bestehen durchschnittlich aus:

 

ca. 30 - 35 % Muskelfleisch  
ca. 10 - 15 % Knochen            
ca. 15 - 20 % Fett                
ca.   5 - 10 % Haut                  
ca.   3 -  5 % Blut und Lymphe 
ca.   8 - 10 % Innereien           

 

Eine optimale Ration für unseren Hund setzt sich also zusammen aus:

 

ca. 70 - 90 % tierischen Bestandteilen, davon:
ca. 30 - 35 % Muskelfleisch
ca. 30 - 35 % Pansen / Blättermagen
ca. 10 - 15 % Knochen

      -     ca.          5 % Innereien (Leber, Niere)

ca. 10 - 30 % pflanzlichen Bestandteilen
ca. bis zu 3 % Futtermittelergänzungsstoffen (bei Bedarf)

 

Die benötigte Futtermenge ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren (Rasse, Alter, Kastration, Gesundheit, Klima etc.) ab.

Faustzahl für die Futtermenge: ca. 1,5 bis 4% des Körpergewichtes pro Tag.

Das entspricht für einen 20 kg schweren Hund eine tägliche Futtermenge von 300 bis 800 g.

 

 Der Fettanteil der tierischen Nahrung sollte 15-20% sein!

Füttert man z.B. überwiegend fettarm, sind Karnivoren gezwungen Energie aus Proteinen gewinnen zu müssen. Für den Organismus ist die Energiegewinnung aus Proteinen aber ineffektiv, was bedeutet dass die tatsächlich gewonnene Energie im Vergleich zur aufgenommenen Futtermenge sehr gering ist. Der aber schlimmere Nebeneffekt ist, dass bei der Energiegewinnung aus Proteinen relativ viele “Abfallstoffe” wie Ammoniak bzw. Harnstoff entstehen. Deren Abbau muss über Leber / Nieren erfolgen, was zur Folge hat das der metabolische Stress erhöht wird (Stoffwechsel wird belastet). Muss der Hund nun auf Dauer oder längerfristig seine Haupt-Energie aus Proteinen gewinnen, kann es zu einer Überlastung der Ausscheidungsorgane (Leber/Niere) kommen. Schädigung ist vorprogrammiert.

 

Umstellung auf Rohfütterung

Prinzipiell ist es möglich, einen gesunden Hund von heute auf morgen auf Rohfutter umzustellen. Lediglich bei alten, kranken Hunden ist es ratsam, die Umstellung langsam vorzunehmen. Zu beachten ist bei der Umstellung dass das rohe Fleisch niemals gemeinsam mit Trockenfutter in einer Mahlzeit angeboten werden sollte. Es sollte immer eine Pause von mindestens 12 Stunden zwischen der Fütterung von Trockenfutter und Rohfutter eingehalten werden. Zur Darmreinigung kann es möglich sein das der Hund erst einmal Durchfall bekommt weil die eingelagerten Giftstoffe des Trockenfutters damit ausgeschwemmt werden. Dies sollte nicht Anlass dazu sein gleich wieder auf zu geben.

 

 

Vorurteile und Irrtümer

 

 - Besteht die Gefahr einer Salmonellose bei der Verfütterung von rohem Fleisch?

 

Die Verdauung der Hunde ist auf die Verarbeitung von rohen tierischen Futtermitteln ausgelegt. Der Verdauungsvorgang ist viel kürzer als bei pflanzlicher bzw. überwiegend pflanzlicher Nahrung, daher haben Salmonellen und Bakterien wenig Zeit, sich ausreichend zu vermehren.

Die Magensäure (pH < 1) eines gesunden Hundes wird locker mit Salmonellen und Bakterien fertig. Nur kranke oder geschwächte Tiere können Probleme damit bekommen, aber auch nur, wenn sie wirklich ziemlich altes Fleisch fressen würden.

 

- Kann sich mein Hund über das Fleisch mit Parasiten der Futtertiere anstecken?

 

Es gibt tatsächlich Krankheiten und Parasiten, die auf diesem Weg übertragbar sind. Da kann man allerdings leicht Vorsorge treffen: Würmer und ihre Eier werden durch Einfrieren abgetötet. Füttert man Fleisch, das für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist, so ist die Gefahr sowieso sehr gering. Die „Pseudotollwut“ (Aujetzkische Krankheit) ist vom Schweinefleisch auf Haustiere übertragbar. Zwar ist Deutschland derzeit frei von dieser Seuche, aber wer kann schon sicher sein, woher sein Schweinefleisch wirklich stammt? Es wird daher allgemein von der Fütterung mit rohem Schweinefleisch abgeraten, wenn man nicht 100%ig sicher die Herkunft nachvollziehen kann.

 

- Ist das Verfüttern von rohen Knochen gefährlich, da diese splittern und Erstickungsgefahr besteht?

 

Diese Gefahr besteht bei gegarten oder alten Knochen. Geflügelknochen sind elastisch, solange sie roh sind. Rohe Knochen sind sehr gut, weil sie neben dem wichtigen Kalzium noch weitere Mineralstoffe enthalten. Hühnerflügel und Hälse werden von vielen Hunden gut angenommen und gerne geknackt. Man sollte aber niemals gegarte oder alte Knochen füttern. Diese sind spröde und es entstehen gefährliche Knochensplitter.

Achtung: Auch beim Auftauen in der Mikrowelle können Knochen garen! Es ist aber kein Problem zu barfen, ohne Knochen zu füttern. Kalzium muss dann natürlich durch geeignete Supplemente wie z. B. Eierschalenpulver oder Knochenmehl zugeführt werden.

 

Wieso sollte man Hunde- und Katzennahrung nicht kochen?


Haben Sie  jemals einen Wolf oder einen Löwen dabei beobachtet, wie er am Lagerfeuer sitzt und sein Essen kocht oder brät?
Wenn wir Nahrungsmittel erhitzen, nehmen wir drastische Veränderungen an ihrer chemischen Zusammensetzung vor. Wir Menschen kochen unsere Nahrung, weil wir gerne Nahrung verzehren möchten, die von der Biologie her nicht für uns vorgesehen ist. Wir können kein rohes Fleisch verdauen – aber mit dem gekochten Fleisch kommen wir zurecht…
Hunde sind Karnivoren (Fleischfresser). Sie sind dazu bestimmt, rohes Fleisch zu verdauen – aber mit gekochter Nahrung kommen sie nicht sonderlich gut zurecht und könnten durchaus Verdauungsprobleme und Mangelerscheinungen bekommen…das liegt in der Natur.

 

Ich hoffe dass Ihnen dieser kleine Ratgeber hilft  Ihren vierbeinigen Liebling gesund und artgerecht zu ernähren. So, wie sie es auch für sich und Ihre Familie machen.

Auf ein langes, gesundes und glückliches Hunde- bzw. Katzenleben

 

 

Textquellen:

http://www.ukrmb.co.uk/images/LippertSapySummary.pdf

http://www.dr-delorme-hamburg.de/hunde.html

http://www.tieraerztegmbh-hamburg.de/downloads/TrockenOderNassfutter.pdf

http://prosa.ag/Warum-niemals-Trockenfutter

https://pdfs.semanticscholar.org/67ba/cf5c9138a64cda2cafae29b07962fe07ec9f.pdf

http://home.datacomm.ch/tierhomoeopathie/berichte/magendrehung.pdf

Evaluierung von Vorratsmilben in kommerziellem Hundetrockenfutter und in der Umgebung sowie ihre Bedeutung in der Tiermedizin, Zeitschrift „Tierärztliche Praxis Kleintiere“, ISSN: 1434-1239, 2007

https://edoc.ub.uni-muenchen.de/17585/

http://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/0036-7281.147.4.165


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